„Atem der Nacht“

Ort: Hygienemuseum, 19:30 Uhr


Die Komposition “Atem der Nacht” von Günter Heinz erlebte 1994 im Dresdner “Park der Sinne” mit der Tänzerin Hanne Wandtke eine glanzvolle Uraufführung, sie wurde eine seiner erfolgreichsten Stücke mit Aufführungen u.a. in Berlin, Moskau, Malta und Florida. Neu zu erleben ist “Atem der Nacht” als interaktive Performance am 27. September im Deutschen Hygiene-Museum in einer Neufassung mit der Tänzerin Iris Sputh und den Musik/Video-Künstlern Günter Heinz, Andre Bartetzki und Jo Siamon Salich innerhalb des Festivals FFIM und dank einer Kooperation mit der KlangNetz-Konzertreihe “Mensch und Mensch”.

Aber getreu der Nacht bleibt mein Herz, der schaffenden Liebe… Wird nie der Liebe geheimes Opfer ewig brennen? Zugemessen ward dem Lichte seine Zeit; aber zeitlos und raumlos  ist der Nacht Herrschaft.“…
(Novalis, Hymnen an die Nacht)

Atem der Nacht ist eine interaktive Performance mit Tanz,  live-Musik, electronic sounds und interactive visuals.
Atem der Nacht bezieht die Begebenheiten des umgebenden Raumes – dessen Bilder und Klänge – in die Komposition ein. Sie spiegelt die Intensität der Nacht, die Ruhe der Schlafenden wie das tiefe Erleben der Wachenden.

Iris Sputh und Günter Heinz bilden in ihrer Performance eine Einheit  aus Körper, Klang und Bewegung.
Das Geschehen ist langsam und leise, es gewinnt an Spannung in der Bewegung, bis zum intensiven Austausch in der Begegnung.
Die Musik erhält ein visuelles Komplement aus Tanz und Licht.

 

Jo Siamon Salich / VISUALS für Atem der Nacht:

Interaktive Bühne, Kamerainterface und Trackingsysteme, das sind die technischen Begriffe, mit denen wir so selbstverständlich agieren, die aber sicher in einen Zusammenhang gestellt werden sollten. In diesem System ist die Tänzerin diejenige, die ihre eigene Bühnenumgebung entstehen lässt. Eine Kamera zeichnet sie auf, die Dynamik ihrer Bewegungen und der Raumklang verändern über Visual-Effects die gesamte Bühnenprojektion. Das ist der komprimierte Hintergrund für die Aussage „Visuals“, die hinter meinem Namen steht. Diese Anwendung ist vergleichbar mit einer automatisch gesteuerten Autofahrt oder einer virtuellen Game-Umgebung.