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Programm 2020

24. Festival Frei Improvisierter Musik 2020

17. Sep 2020 Filmkonzert „Der Golem“

Sonderkonzert im Deutschen Hygiene Museum Dresden in Kooperation mit KlangNetz

Do 17.09.2020 – 19:30 Uhr Filmkonzert “Golem”

„Der Golem, wie er in die Welt kam“ (Paul Wegener 1920), von dem dieses Programm ausgeht, ist ein expressionistisches Meisterwerk der Filmgeschichte – und ein markantes Beispiel für eine kritische Technik-Reflexion aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In diesem Konzert wird es darum gehen, durch ein Wechselspiel mit zeitgenössischer Musik eine aktuelle Sprache zu entwickeln, die darauf zielt, dass dieser 100 Jahre alte Film nicht bloß als etwas „Museales“, sondern in seiner eminenten Dringlichkeit erlebt werden kann.

Programm:

Film: Der Golem, wie er in die Welt kam (Paul Wegener 1920)
Musik: Günter Heinz (tb, fl), Peter Krug (db), Andre Bartetzki (objects, electronics)
Video, interaktiv: Jo Siamon Salich

18. Sep 2020 Borschke / Roth / Dorschner

Blaue Fabrik 20 Uhr

Fr 18.09.2020 – 20:00 Uhr Justus Borschke – Stimme, Jonah Roth – Gitarre, Hartmut Dorschner – Saxophon

19. Sep 2020 „Electronics á la Tubingen“

Blaue Fabrik 20 Uhr

Electronics à la Tubingen: Thomas Maos – E-Gitarre +, Fried Dähn – E-Cello +Thomas Maos

Thomas Maos bewegt sich zwischen populärer und experimenteller, komponierter und frei improvisierter Musik. Seit über 20 Jahren arbeitet er mit Musikern, Schauspielern, Theatern, Lichtkünstlern und Tänzern in interdisziplinären Projekten zusammen. Sein 1999 gegründetes CAMP Festival war mehrfach im Ausland ( Rumänien, Bulgarien, Kroatien, Portugal) zu Gast und wurde 2013 auf die Kunstbiennale in Venedig eingeladen.  Das Festival feiert 2020 sein 20 jähriges Bestehen in den Wagenhallen Stuttgart. Für den mehrfach ausgezeichneten Gitarristen ( Stipendium Kunststiftung Baden-Württemberg, Schloss Solitude Stuttgart, Baden-Württembergischer Theaterpreis 2017) steht die Arbeit am Klang im Vordergrund. Seine Leidenschaft ist die elektro-akustische Musik und die Erweiterung des Klangspektrums der akustischen und elektrischen Gitarre. Thomas Maos komponiert und veröffentlicht regelmäßig Tonträger zwischen Song und Klangkunst. Gemeinsam mit dem Musiker Fried Dähn organisiert er die interdisziplinäre Konzertreihe SONIC VISIONS im Kulturzentrum FranzK. Reutlingen.

www.elektrogitarre.de

FRIED DÄHN

Nach einem klassischen Cellostudium spielte er 1990 – 93 im Ensemble Modern in Frankfurt, wo er die Gelegenheit hatte, mit Künstlern wie K.-H. Stockhausen, Ornette Coleman und Frank Zappa u.v.a. zu arbeiten. Anschließend ging er als Solocellist zur Württembergischen Philharmonie nach Reutlingen. Parallel dazu entwickelt er ein elektrisches Cello und startet seine eigenen musikalischen Projekte in den Bereichen elektronische und experimentelle Musik, Jazz, Improvisation und Klangkunst. Von 2001 – 2012 lehrte er als Professor für digitale Musikproduktion und Klangdesign an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Hall. Zusammen mit Thomas Maos gründet er 1999 das Camp Festival für Visual Music.

www.friedstyle.com

25. Sep 2020 Konzert „WNU“

Blaue Fabrik – 20:00 Uhr

Das JazzPunk- Trio WNU aus Hannover, besteht aus Wilson Novitzki an der Gitarre, Nils Schumacher am E-Bass und Uli Hoffmann am Schlagzeug und widmet sich einer aberwitzigen Interpretation der freien Improvisation, die voll durch die Wand geht. Und dass das so ist, hat die Band bereits bei ihrem ersten Gastspiel in Dresden 2019 in der Galerie „Hole Of Fame“ unter Beweis gestellt. Die Musik der Band kennt dabei keinerlei stilistische Berührungsängste und ist zugleich große Kunst. Melodiöse Kapriolen die an den frühen Zappa und Soft Machine erinnern, treffen auf explosive Free Jazz- Sequenzen, die von zum Teil elegischen Stimmungen abgelöst werden, nur um wieder von der nächsten Noise-Attacke dekonstruiert zu werden. Absolut hörens- und sehenswert. Wer vorher mal rein hören möchte, der kann das bei soundcloud tun: WNU Hannover.

Das Konzert findet statt im Rahmen des „Neustadt Art Festival“ und ist daher ohne Eintritt, eine Spende ist erwünscht. www.neustadt-art-festival.de

Programm 2019

26. Sep 2019 „Corona power of sun“

Ort: Deutsches Hygienemuseum Dresden (Marta-Fraenkel-Saal)
Zeit: 19:30 Uhr

CORONA power of sun Sonderkonzert in Kooperation mit der KlangNetz-Reihe „Mensch und Natur“
Das Projekt CORONA power of sun korrespondiert bewusst mit der kürzlich im Hygienemuseum stattgefundenen Ausstellung SHINE ON ME – wir und die Sonne.

Zu erleben war eine multimediale Performance mit Tanz, Video und “Sonnen-Klängen“. Dabei interagierte der japanische Tänzer Hiroki Mano in einem vom Dresdner Video-Künstler Jo Siamon Salich entwickelten interaktiven System, das Aufnahmen von Sonnen-Winden und -Eruptionen strukturiert.

Hiroki Mano-Tanz
Günter Heinz-Posaune, Flöte, Zurna
Peter Krug-Kontrabass
Jo Siamon Salich-Visuals
Andre Bartetzki-Sounds

Video: https://www.youtube.com/watch?v=-WHFTSfmun0

24. Okt 2019 „Day & Taxi“ (CH)

Blaue Fabrik 20 Uhr
Das Trio DAY & TAXI spielt in der aktuellen Besetzung seit 2013, neben Bandleader Christoph Gallio – C-Saxophon und dem Kontrabassisten und Sänger Silvan Jeger ist der durch seine Zusammenarbeit mit Anthony Braxton bekannte Schlagzeuger Gerry Hemingway zu hören.

Ch. Gallio (sax), S. Jeger (db, voc), G.Hemingway (dr, perc)

Das Konzert wurde gefördert von „Pro Helvetia“ und der „Schweizerischen Interpretenstiftung“ (sis) und der Stadt Baden (CH).

26. Okt 2019 Doppelkonzert

Konzert I: SKlation (D)

SKlation ist ein Trio bestehend aus Piano, Cello und Schlagzeug, dessen Musik sich im Bereich Avantgarde, Neue Musik und Creative Jazz bewegt. Alle Stücke sind frei improvisiert und weder an Konventionen, noch an andere musikalische Vorgaben gebunden. Im Spiel des Trios verfließen die einzelnen Sprachen der Musiker nahtlos miteinander, dabei werden Elemente jeglicher Stilistiken miteinander kombiniert. Bestehend aus drei jungen MusikerInnen der jüngsten Generation an Künstlern in freier Improvisation, konnte SKlation seit seiner Gründung im Frühjahr 2018 bereits eine Vielzahl an Konzerten in ganz Deutschland und auch im Ausland spielen.
H. Winkler (vc), V. Meißner (p), H. Reichmann (dr, perc).



Konzert II: Dorschner Macht Musik (D)

Andrea Hofmann (viol), Hartmut Dorschner (sax), Matthias Macht (dr, perc) 

Hartmut Dorschner (Saxofon) gehört seit vielen Jahren zu den kreativsten Musikern und Komponisten der Dresdner Szene. Er war Mitbegründer der Künstlervereinigung blaueFabrik und ist dort wie an vielen Orten des In- und Auslands ein gern gesehener und gehörter Gast.

27. Okt 2019 Workshopkonzert

Am 27.10. fand in der Blauen Fabrik ab 11 Uhr ein Workshop unter der Leitung von Anne-Kathrin Wagler und Günter Heinz statt, dessen Ergebnisse ab 17 Uhr am gleichen Ort vorgestellt wurden.

17.09.21 Sonderkonzert „Requiem für schmelzendes Eis“

Ort: Deutsches Hygienemuseum, 19.30 Uhr

Performance:  Claudia Picenoni (CH)
Musik: Günter Heinz, Gunnar Kristinsson (ISL), Jo Siamon Salich (D)
interaktive Visuals:  Jo Siamon Salich
Installation:  Gunnar Kristinsson
Claudia Picenoni

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit von the wetware trombone ( Günter Heinz ), artmusictheatre ubv6, Tönder DK ( Gunnar Kristinsson & Claudia Picenoni ) und blueLAB ( Jo Siamon Salich ) und findet im Rahmen von #klangnetz dresden statt.

Mit natürlichen und künstlichen Sounds, mit hochstrukturierten Visuals  und einer beeindruckenden Installation/Performance erstellen die Künstler ein interaktiv gekoppeltes System, das in seiner Komplexität die allgegenwärtigen und immer neuen Herausforderungen unserer Welt spiegelt.

Das Projekt ist kein Nachgesang, eher eine Anregung im Tun und Denken.

Programm 2018

21. September 2018 Blaue Fabrik

Konzert I: Improvisationen mit der Dresdner Harfenistin Aerdna Harp und dem Brehmer Bläser Uli Sobotta.

Uli Sobotta studierte klassische Gitarre und ist seit 1984 als Euphoniumspieler in verschiedenen Ensembles aktiv. Er spielt und komponiert Musik für Konzerte, Theater, Hörspiele, Performances und Lesungen. Seine Musik, beeinflusst durch die Zusammenarbeit mit Dichtern, Tänzern, bildenden Künstlern und Musikern der
unterschiedlichsten Stilrichtungen, mischt das Exotische mit dem Vertrauten, vereinigt in erdigen Farben Klänge und Rhythmen aus Blues, Jazz und Folk und Native Sounds. Uli Sobotta ist auf zahlreichen CD Veröffentlichungen zu hören, hier zuletzt mit Kantapper „Kantapper“ (2017).

Konzert II: Florian Lauers HOM

Florian Lauer (Schlagzeug), Noah Punkt (Kontrabass), Stefan Wehrenpfennig (Gitarre) und Thomas Schönfeld (Posaune/ Trompete/effex)

„Unmittelbar und kraftvoll klingt es, wenn die vier Musiker von HOM mit ihren individuellen, musikalischen Kompetenzen zu einem Idiophon werden. Ihre Musik folgt einer mathematischen Methode, an die sie sich selbst nicht mehr erinnern, einer Theorie, die dem Zuhörer die Vielfalt simultaner visueller und hörbarer Ereignisse – die im eigenen Erleben zusammenlaufen und Lust und Freude hervorrufen – nicht erörtert sondern erfahrbar macht. Nach fast zehn Jahren des Zusammenspiels in verschiedensten Jazzformationen präsentiert sich nun ein Quartett, das auch der zeitgenössischen frei- improvisierten- Musik noch neue Facetten hinzufügen kann.

22. September 2018 Blaue Fabrik

Konzert MACH feat. H. Dorschner

Markus Markowski – elektrogitarre, schnick • Hannes Clauss – schlagwerk, percussion • Reinhart Hammerschmidt – kontrabass

Das Trio MACH spielt zeitgenössische Improvisierte Musik, die durch musikalische Vielfalt, Formbewußtsein und ein großes dynamisches Spektrum überzeugt. Die drei Musiker sind ebenso virtuose Spieler wie auch aufmerksame Zuhörer. Jedes Instrument ist gleichberechtigt, übernimmt mal die Führung oder fügt sich in den Bandklang geschmackvoll ein. Die Musik erzeugt intensive Bilder oder atmosphärische Klanggemälde und huldigt Hendrix ebenso wie Parker oder Stockhausen, beglückt den abenteuerlustigen Hörer und ärgert den Puristen – kurz: sie wird nicht langweilig oder vorhersehbar.

https://www.mach.click/

23. September 2018 Blaue Fabrik

Workshopkonzert
Am 23. September fand in der blauenFabrik unter der Leitung von Agnes Ponizil und Anne-Kathrin Wagler ein workshop statt, dessen Ergebnisse ab 17 Uhr am gleichen Ort vorgestellt wurden.

27. September 2018 Deutsches Hygienemuseum

„Atem der Nacht“

Die Komposition “Atem der Nacht” von Günter Heinz erlebte 1994 im Dresdner “Park der Sinne” mit der Tänzerin Hanne Wandtke eine glanzvolle Uraufführung, sie wurde eine seiner erfolgreichsten Stücke mit Aufführungen u.a. in Berlin, Moskau, Malta und Florida. Neu zu erleben ist “Atem der Nacht” als interaktive Performance am 27. September im Deutschen Hygiene-Museum in einer Neufassung mit der Tänzerin Iris Sputh und den Musik/Video-Künstlern Günter Heinz, Andre Bartetzki und Jo Siamon Salich innerhalb des Festivals FFIM und dank einer Kooperation mit der KlangNetz-Konzertreihe “Mensch und Mensch”.

„ Aber getreu der Nacht bleibt mein Herz, der schaffenden Liebe… Wird nie der Liebe geheimes Opfer ewig brennen? Zugemessen ward dem Lichte seine Zeit; aber zeitlos und raumlos  ist der Nacht Herrschaft.“…
(Novalis, Hymnen an die Nacht)

Atem der Nacht ist eine interaktive Performance mit Tanz,  live-Musik, electronic sounds und interactive visuals.
Atem der Nacht bezieht die Begebenheiten des umgebenden Raumes – dessen Bilder und Klänge – in die Komposition ein. Sie spiegelt die Intensität der Nacht, die Ruhe der Schlafenden wie das tiefe Erleben der Wachenden.

Iris Sputh und Günter Heinz bilden in ihrer Performance eine Einheit  aus Körper, Klang und Bewegung.
Das Geschehen ist langsam und leise, es gewinnt an Spannung in der Bewegung, bis zum intensiven Austausch in der Begegnung.
Die Musik erhält ein visuelles Komplement aus Tanz und Licht.

Jo Siamon Salich / VISUALS für Atem der Nacht:

Interaktive Bühne, Kamerainterface und Trackingsysteme, das sind die technischen Begriffe, mit denen wir so selbstverständlich agieren, die aber sicher in einen Zusammenhang gestellt werden sollten. In diesem System ist die Tänzerin diejenige, die ihre eigene Bühnenumgebung entstehen lässt. Eine Kamera zeichnet sie auf, die Dynamik ihrer Bewegungen und der Raumklang verändern über Visual-Effects die gesamte Bühnenprojektion. Das ist der komprimierte Hintergrund für die Aussage „Visuals“, die hinter meinem Namen steht. Diese Anwendung ist vergleichbar mit einer automatisch gesteuerten Autofahrt oder einer virtuellen Game-Umgebung.

Programm 2017

Donnerstag, 14.9.17 „Wittgenstein, dancing …“

Ort: Deutsches Hygiene Museum

Der in Amsterdam lebende Tänzer Frank van de Ven führt die Zuschauer zusammen mit den Musikern Günter Heinz und Andre Bartetzki sowie dem Videokünstler Jo Siamon Salich in lebendige Zwischenräume von Imagination und Wirklichkeit. Günter Heinz beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Wittgenstein und hat auch eine Oper „Wittgenstein“ geschrieben. Jo Siamon Salich und Günter Heinz arbeiten seit vielen Jahren immer wieder zusammen und sind beides „Urgesteine“ der Blauen Fabrik.
Das Projekt ist eine Kooperation von FFIM mit KlangNetz Dresden und dem Deutschen Hygiene-Museum in der Konzertreihe hin!HÖREN.

Samstag 16.9.17 Dorsch-Aerdnah-Roth-Angeloni

Improvisationskonzert
Ort: Blaue Fabrik

Die Musiker Heribert Dorsch (doepfer electronic), Aerdnah (Harfe),  Steffen Roth (Schlagzeug) und Bruno Angeloni (Saxofon) treten in Quadrolog zueinander.

17.9.17 Workshop-Konzert

Ort: Blaue Fabrik

Workshop-Konzert mit den Dozenten Agnes Ponizil,Anne-Kathrin Wagner, Tino Knappe und workshop-Teilnehmern.

28.10.17 Spezial-Konzert

Ort: Blaue Fabrik

Konzert mit dem New Yorker Percussionisten Lou Grassi und Günter Heinz.

Programm 2016

Programm Part 1 – September 

Do 15.09.2016 Hygiene-Museum 19:30 Uhr

Tócame…

Sprach-Klang-Licht Performance

in Kooperation mit KlangNetz e.V. Dresden

Vanessa Vidal (Spanien) – Sprecherin (dt)

Juan Carlos Valle „Karlotti” – Sprecher (sp)

Günter Heinz – Musik

Ruairi O’Brien (Irland) – light art

Eintritt: 15 € / 8 € (ermäßigt)

 

Fr 16.09.2016 Hygiene-Museum 19:30 Uhr

Sonderkonzert

Yasmine Azaiez ( Tunesien) – violine

Agustí Fernández (Spanien) – piano

Eintritt: 15 € / 8 € (ermäßigt)

 

Sa 17.09.2016 Blaue Fabrik (in der „Grünen Villa“) 20 Uhr

Dresdner Abend

Martin Schulze – posaune

Matthias Lorenz – violoncello

Alwin Weber – electronics

Thomas Schönfeld – posaune,fx

Max Wutzler – drums

Eintritt: 10 € / 6 € (ermäßigt)

Programm 2015

Fr 25.09.2015 19:30 Sonderkonzert im piano-Salon, Cosel-Palais
Marylin Crispell (USA) / Günter Heinz – tb, fl

Mi 14.10.2015 20:00 Projekttheater
DaDa – Labor, Leitung: Frank Niehusmann

Do 15.10.2015 20:00 Blaue Fabrik „2x Cello & Grix“
Matthias Lorenz (vc), Alexander Fülle (stahl-vc)/
GRIX (GR): Fl.Floridis (reeds), A.Anissegos (p), Y.Dimitriadis (dr)
http://www.florosfloridis.com/grix-media.html
Matthias Lorenz
Fr 16.10.2015 20:00  Blaue Fabrik „2x Git & 2x Tasten“
André Obermüller (e-git), Konni Behrendt (e-git) /
Tino Knappe (p), Ruslan Kratschkowsli (acc)

André Obermüller initiiert seit seinen ersten Banderfahrungen immer wieder neue Projekte. Dabei
bewegt er sich zwischen den Genres Heavy Metal, Pop, Jazz, Klassik, Lateinamerikanische, Freie
Improvisation, Elektronische Musik, Musik für versch. Theaterhäuser, Tanz und Video. Seit 2010
fokussiert er sich auf neue Formen musikalischer Aufführungspraxis und erforscht den Zusammenhang
von Klang, Raumwirkung und sozialer Interaktion. Für den geh8 Kunstraum und Ateliers e.V. in Dresden Pieschen ist er seit 2009 Spiritus Rector des Konzertprogramms für zeitgenössische und experimentelle Musik.
Konni Behrendt, Jahrgang 1987, studierte an der Hochschule für Musik „Carl Maria von
Weber“ in Dresden. Er spielt in verschiedensten Formationen, denen er vor allem durch
seine stilistische und klangliche Vielfalt eine eigene Note verleiht.
Ob Jazz, Rock, Pop oder frei improvisierte Musik, aus allen Genres schöpft der in Leipzig
wohnende Gitarrist die Zutaten seiner sublimen Klangwelt und spielte bereits während des
Studiums Konzerte in Deutschland, Norwegen, der Schweiz, Tschechien sowie den
Niederlanden. Auch als Komponist gibt es für ihn keine Grenzen und Gesetze, 2010 wurde
eines seiner Werke mit dem 1. Preis des Kompositionswettbewerbs der Hochschule für
Musik Dresden ausgezeichnet.

Sa 17.10.2015 20:00 Projekttheater Filmkonzert: Der Golem
Peter Krug (db), Ray Kaczinski (perc)

So 18.10.2015 11-13 Uhr  Blaue Fabrik Workshop
Leitung: Günter Heinz

Programm 2014

Frei, 3. Okt 21:00 „Konzert am Kamin“ mit Schmidt (p), Lorenz (c), Ritter (dr), Dorschner (sax)

Sa 4. Okt 21 Uhr „Atelierkonzert“ mit Liz Allbee (Trompete), Elena Margarita Kakaliagou (Horn), H. Jeffrey (Posaune) und Martin Schulze (Posaune)

Frei 23. Okt 19:30 Coselpalais Sonderkonzert „Against the Walls“ mit Günter Heinz (Posaune, Flöte) und Klaus Treuheit (Klavier)

Programm 2013

Programm 2013

Fr 22.11.2013 20:00 Uhr FFIM: „Requiem“
Ein Sonderkonzert des „Festivals frei improvisierter Musik“ im Coselpalais an  der Frauenkirche 12

Stefano Maderno: Santa Cecilia muerta (in Trastevere) Foto: Antonio Palomares y Montes Günter Heinz ( Dresden ) – Posaune, Flöte, Veryan Weston ( London ) – Klavier

Während in der Zeit der Wiener Klassik das Requiem noch die Funktion einer musikalischen Begleitung des Gottesdienstes hatte ( z.B. bei Mozart und Cherubini ), waren spätere Requiem-Vertonungen häufig für den Konzertsaal konzipiert ( z.B. bei Berlioz ). In seinem Deutschen Requiem erweiterte Johannes Brahms den Begriff der Requiem-Komposition, indem er nicht die Texte der katholischen Liturgie verwendete, sondern frei gewählte Texte aus der Lutherbibel. In der zeitgenössischen Musik finden sich zahlreiche Kompositionen, in denen der Gedanken des Requiems aufgriffen wird um bestimmte geschichtliche oder auch biografische Geschehnisse zu reflektieren, so z.B. von Benjamin Britten, Rudolf Mauersberger, Boris Blacher, Krzystof Penderecki und Bernd Alois Zimmermann.

Günter Heinz und Veryan Weston, beide als Komponisten und Interpreten (häufig ihrer eigenen Musik ) tätig und mit den Erfahrungen des ambitionierten Jazz ausgerüstet, nähern sich in ihrem Requiem-Projekt dem ursprünglichen Requiem-Gedanken, indem sie Elemente der gregorianischen Missa pro defunctis aufnehmen und mittels der Methode des „instant composing“ in ihre Klangsprache einbinden. Wie Hans Werner Henze in seinem Requiem verwenden sie keinen gesungenen Text, sie vertrauen darauf, dass ihre Klänge die Gedanken und das Fühlen der Zuhörer auf vielfältige Weise bewegen.

Das Konzert im Coselpalais findet am Cecilientag des Jahres 2013 statt. Dieser Tag ist benannt nach der heiligen Cecilia, einer frühchristlichen Märtyrin, die als Patronin der Kirchenmusik und insbesondere des Orgelspiels gilt. Anlässlich diesen Tages fanden im 17. und 18. Jahrhundert häufig Musikfeste statt, für die bedeutende Kompositionen entstanden, so u.a. von G.F.Händel und H.Purcell. Günter Heinz und Veryan Weston konzertieren seit 2007 gemeinsam ( häufig in Kirchen und mit Orgel ), ein Höhepunkt war sicherlich die Uraufführung ihrer Konzert-Installation „Tessellations“ beim Bachfest im Freiberger Dom, gemeinsam mit dem Domorganisten Christian Skobowsky.

FESTIVAL FREI IMPROVISIERTER MUSIK – im Exil

Iris Sputh | Günter Heinz | Jo Siamon Salich
Das Festival Frei Improvisierter Musik fand seit 1996 jährlich in der Blauen Fabrik statt. Für dieses Jahr musste Festivalleiter Günter Heinz – nach der (hoffentlich vorübergehenden) Schließung der Blauen Fabrik – einen geeigneten Exilort suchen. Die außerordentlich inspirierende Zusammenarbeit mit dem Team des projekttheater dresden lässt ihn auch gleich neue Wege gehen:

neben Konzerten – wie am 17.10. – stehen ein Filmkonzert (18.10.) und die multimediale Performance (19.10.) mit der Berliner Tänzerin Iris Sputh (ehemals eine der letzten direkten Schülerinnen von Palucca) im Festivalprogramm.

ATEM DER NACHT
bezieht die Begebenheiten des umgebenden Raumes – dessen Bilder und Klänge – in die Komposition ein. Sie spiegelt die Intensität der Nacht, die Ruhe der Schlafenden wie das tiefe Erleben der Wachenden.

Iris Sputh und Günter Heinz bilden in ihrer Performance eine Einheit aus Körper, Klang und Bewegung. Das Geschehen ist langsam und leise, es gewinnt an Spannung in der Bewegung, bis zum intensiven Austausch in der Begegnung. Die Musik erhält ein visuelles Komplement aus Tanz und Licht.

Iris Sputh – Tanz | Günter Heinz – Musik | Jo Siamon Salich – Video
Die Nacht

Wahrscheinlich schon immer ist die Nacht Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzung gewesen, als Gegenpol zum Tag, als Zeitraum des Schlafs, der Ruhe, der Erholung, aber auch der Gespenster, der Unholde, der Finsternis und der Unsicherheit. Wurde die Nacht in der Antike von eher unsympathischen, menschenfeindlichen Göttern und Dämonen bevölkert, so war sie aber auch gleichzeitig die Zeit der Zurückgezogenheit, der Intimität und der erotischen Abenteuer. Ein literarischer Höhepunkt der europäischen Literatur in dieser Beziehung sind sicherlich die mittelalterlichen Morgenlieder, die das Ende der Nacht als tragischen Moment der Trennung der Trennung der heimlich sich Liebenden besingen.

Die Aufklärer bevorzugten eindeutig den Tag als den eigentlichen Lebenszeitraum des Menschen. Ihre Metaphern sind unmissverständlich: Das Licht ist das Symbol der Erkenntnis, es erhellt das Dunkle, Verworrene unseres Daseins… Die deutsche Romantik hingegen sieht die Nacht als einen Gegenpol, als einen Zufluchtsort der Seele, als Raum einer tieferen, reicheren Erkenntnis. So schreibt Novalis in seinen ebenso rätselhaften wie wortgewaltigen Hymnen an die Nacht:

„Muß immer der Morgen wiederkommen ? Endet nie des Irdischen Gewalt? unselige Geschäftigkeit verzehrt den himmlischen Anflug der Nacht. Wird nie der Liebe geheimes Opfer ewig brennen ? Zugemessen ward dem Lichte seine Zeit; aber zeitlos und raumlos ist der Nacht Herrschaft.“…. “ Aber getreu der Nacht bleibt mein Herz, und der schaffenden Liebe, ihrer Tochter.“

Dr. Albert Kaul Marburg 2012
18.10.2013

FILM-KONZERT NOSFERATU Der Film von Werner Herzog, in den Hauptrollen Isabelle Adjani, Bruno Ganz und Klaus Kinski. Werner Herzogs Hommage an F.W. Murnau, gezeigt als Stummfilm mit beeindruckender Live-Musik und Live-Sprecher. Die Starbesetzung des Films ist geblieben. Es sei denn, sie haben sich heimlich vom Zelloloid gestohlen. Wir empfehlen einen Besuch des Film-Konzerts. Er wird unvergessen bleiben und lange nachwirken ! Peter Krug – Sprecher, Kontrabass, Elektronik | Ray Kaczynski – Schlagzeug, Elektronik

Programm 2012

Programm 2012

Sa, 13.10. 20:00 Festival frei improvisierter Musik – Part 2
blow, strike & touch (CH): M.v.Orelli – tp / M.E. Keller – p / Sh. Suter – dr

Mindestens 2 der Musiker dieses Trios sind in Dresden bereits bekannt: Marco von Orelli gastierte in diesem Frühjahr mit seinem 6tet in der Blauen Fabrik und stellte ausgefeilte wie beeindruckende Jazz-Kompositionen vor. Max E. Keller, in den 60ern einer der ersten FreeJazzer der Schweiz, heute weithin bekannt als Komponist zeitgenössischer Musik, spielte schon mehrfach mit unterschiedlichen Besetzungen in der Blauen Fabrik. Für ihr neues Trio wählten sie den Schlagzeuger Sheldon Suter, erstmalig zu hören in Dresden.

Do, 11.10. 20:00 Festival frei improvisierter Musik – Part 2
Günter Heinz – tb, fl / Heribert Dorsch – electronic
HELVED RÜM (F): J.Chamla – dr / S.Henocq – electronic

An diesem Abend sind 2 Duos zu hören, die in vorzüglicher Weise “normale“ Instrumente mit modernster Elektronik verbinden. Dabei ist ihr Zugang, und auch das Instrumentarium, sehr unterschiedlich. Während bei dem Dresdner Duo DD die beiden Musiker Günter Heinz und Heribert Dorsch mit einem reichhaltigen Materialbestand umgehen, es ordnen und formen – dabei blinken unzählige rote und grüne Lämpchen analoger Klangmaschinen -, schaut es bei den beiden französischen Musikern Julien Chamla und Simon Henocq eher einfach aus: ein Mikrofon steht über einer Trommel, und ein Laptop transformiert deren Klänge in Echtzeit. Doch die Musik von HELVED RÜM besticht durch ungewöhnliche Interaktionen der Musiker, sie reicht in ihrer Dynamik und Vielfältigkeit von organischen und animalischen Klängen bis zu Klängen mit höchster Energie.

Frei/Sa 7./8.Sep jeweils 20:30 Uhr „Festival Frei Improvisierter Musik“ (FFIM)

Freitag:
Christoph Irmer – vl / Mark Charig – tp

Der Geiger Christoph Irmer und der Althornspieler Mark Charig spielen im Duo, seitdem sie sich erstmals musikalisch im „Wuppertaler Improvisations Orchester“ 2007 begegnet sind. Ein gemeinsamer Bezugspunkt ist außerdem die Geschichte der Improvisationsmusik in London. Irmer studierte von 1980 bis 1985 Schulmusik, danach bis 1990 Violine an der Musikhochschule Köln-Wuppertal. Bei der documenta IX in Kassel war er Mitglied des Improvisationsorchesters unter Leitung von Jon Rose. 1994/95 wirkte er an Peter Kowalds Projekt 365 Tage am Ort in Wuppertal mit, 1996 trat er beim Drumming for Africa mit Tony Oxley, Trevor Watts und anderen auf. Irmer war u.a. auch festes Mitglied des „London Improvisers Orchestra“ (LIO) seit 2004.

In der Zusammenarbeit mit Mark Charig spiegeln sich diese Erfahrungen mit der britischen „Spontaneous Music“ wider. Charig war für Keith Tippett (1969 bis 1971) und Georgie Fame (1974) sowie insbesondere für Elton Dean und für Chris McGregors „Brotherhood of Breath“ tätig. Auf einigen Produktionen von Soft Machine und King Crimson wirkte er mit, war aber seit 1972 auch Mitglied im „London Jazz Composers’ Orchestra“. Charig nahm unter eigenem Namen und mit Harry Miller auf. 1980 zog er nach Amsterdam, wo er Mitglied in Maarten Altenas Septett wurde. Außerdem spielte er u.a. mit Fred Van Hove, Radu Malfatti sowie im King Übü Orchestrü und im Globe Unity Orchestra.

Martin Schulze – tb / Matthias Lorenz – vc Bone & Bow : die Gegensätze Holz- und Blech- , Blas- und Streichinstrument, notierte und improvisierte Musik sind Ausgangspunkte, die im Spiel des Duos kaum noch auszumachen sind. Die Grenzen verschwimmen. Matthias Lorenz studierte Cello in Frankfurt/a.M. In Dresden ist er u.a. bei Ensemble Courage, beim elole-Klaviertrio und als Solo-Cellist aktiv. Martin Schulze studierte Posaune in Dresden und Amsterdam. In Dresden spielt und organisiert er viele Konzerte für frei improvisierte Musik. Er spielt u.a. bei „Neue Dresdner Kammermusik“ , „Emma Or“ und „Banda Comunale“.

Samstag:
„EX TEMPORE plus“: Musikperformance mit Matthias Schwabe (Berlin): Klavier,

Bratsche, Querflöten, Materialien – Eiko Yamada (Heidelberg): Blockflöten, Klavier, Materialien – plus Wolfgang Schliemann (Wiesbaden): Perkussion, Materialien In seiner über 25jährigen Geschichte hat das Ensemble EX TEMPORE eine ganz eigenständige Aufführungspraxis von Instrumentalmusik entwickelt. Das besondere daran ist die raumgreifende Verwendung von Alltagsmaterialien, mit der die Grenze des rein musikalischen hin zum performativen Auftritt überschritten wird. Weil immer auf den spezifischen Ort hin konzipiert und in ihrem Verlauf spielerische Haltung mit konzertantem Gestus improvisatorisch vereinend, sind Performances von EX TEMPORE einzigartige Inszenierungen der Unwiederholbarkeit.