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27. Okt 2019 Workshopkonzert

Am 27.10. findet in der Blauen Fabrik ab 11 Uhr ein Workshop unter der Leitung von Anne-Kathrin Wagler und Günter Heinz statt, dessen Ergebnisse ab 17 Uhr am gleichen Ort vorgestellt werden. Interessenten können sich über wetware@web.de anmelden.

26. Okt 2019 Doppelkonzert


Konzert I: SKlation (D)

SKlation ist ein Trio bestehend aus Piano, Cello und Schlagzeug, dessen Musik sich im Bereich Avantgarde, Neue Musik und Creative Jazz bewegt. Alle Stücke sind frei improvisiert und weder an Konventionen, noch an andere musikalische Vorgaben gebunden. Im Spiel des Trios verfließen die einzelnen Sprachen der Musiker nahtlos miteinander, dabei werden Elemente jeglicher Stilistiken miteinander kombiniert. Bestehend aus drei jungen MusikerInnen der jüngsten Generation an Künstlern in freier Improvisation, konnte SKlation seit seiner Gründung im Frühjahr 2018 bereits eine Vielzahl an Konzerten in ganz Deutschland und auch im Ausland spielen.
H. Winkler (vc), V. Meißner (p), H. Reichmann (dr, perc).



Konzert II: Dorschner Macht Musik (D)

Andrea Hofmann (viol), Hartmut Dorschner (sax), Matthias Macht (dr, perc) 

Hartmut Dorschner (Saxofon) gehört seit vielen Jahren zu den kreativsten Musikern und Komponisten der Dresdner Szene. Er war Mitbegründer der Künstlervereinigung blaueFabrik und ist dort wie an vielen Orten des In- und Auslands ein gern gesehener und gehörter Gast.

24. Okt 2019 „Day & Taxi“ (CH)

Blaue Fabrik 20 Uhr
Das Trio DAY & TAXI spielt in der aktuellen Besetzung seit 2013, neben Bandleader Christoph Gallio – C-Saxophon und dem Kontrabassisten und Sänger Silvan Jeger ist der durch seine Zusammenarbeit mit Anthony Braxton bekannte Schlagzeuger Gerry Hemingway zu hören.

Ch. Gallio (sax), S. Jeger (db, voc), G.Hemingway (dr, perc)

Das Konzert wird gefördert von „Pro Helvetia“ und der „Schweizerischen Interpretenstiftung“.

26. Sep 2019 „Corona power of sun“

Ort: Deutsches Hygienemuseum Dresden (Marta-Fraenkel-Saal)
Zeit: 19:30 Uhr

CORONA power of sunSonderkonzert in Kooperation mit der KlangNetz-Reihe „Mensch und Natur“
Das Projekt CORONA power of sun korrespondiert bewusst mit der kürzlich im Hygienemuseum stattgefundenen Ausstellung SHINE ON ME – wir und die Sonne.

Zu erleben ist eine multimediale Performance mit Tanz, Video und “Sonnen-Klängen“. Dabei interagiert der japanische Tänzer Hiroki Mano in einem vom Dresdner Video-Künstler Jo Siamon Salich entwickelten interaktiven System, das Aufnahmen von Sonnen-Winden und -Eruptionen strukturiert.

Hiroki Mano-Tanz
Günter Heinz-Posaune, Flöte, Zurna
Peter Krug-Kontrabass
Jo Siamon Salich-Visuals
Andre Bartetzki-Sounds

Programm 2018

21. September 2018 Blaue Fabrik

Konzert I: Improvisationen mit der Dresdner Harfenistin Aerdna Harp und dem Brehmer Bläser Uli Sobotta.

Uli Sobotta studierte klassische Gitarre und ist seit 1984 als Euphoniumspieler in verschiedenen Ensembles aktiv. Er spielt und komponiert Musik für Konzerte, Theater, Hörspiele, Performances und Lesungen. Seine Musik, beeinflusst durch die Zusammenarbeit mit Dichtern, Tänzern, bildenden Künstlern und Musikern der
unterschiedlichsten Stilrichtungen, mischt das Exotische mit dem Vertrauten, vereinigt in erdigen Farben Klänge und Rhythmen aus Blues, Jazz und Folk und Native Sounds. Uli Sobotta ist auf zahlreichen CD Veröffentlichungen zu hören, hier zuletzt mit Kantapper „Kantapper“ (2017).

Konzert II: Florian Lauers HOM

Florian Lauer (Schlagzeug), Noah Punkt (Kontrabass), Stefan Wehrenpfennig (Gitarre) und Thomas Schönfeld (Posaune/ Trompete/effex)

„Unmittelbar und kraftvoll klingt es, wenn die vier Musiker von HOM mit ihren individuellen, musikalischen Kompetenzen zu einem Idiophon werden. Ihre Musik folgt einer mathematischen Methode, an die sie sich selbst nicht mehr erinnern, einer Theorie, die dem Zuhörer die Vielfalt simultaner visueller und hörbarer Ereignisse – die im eigenen Erleben zusammenlaufen und Lust und Freude hervorrufen – nicht erörtert sondern erfahrbar macht. Nach fast zehn Jahren des Zusammenspiels in verschiedensten Jazzformationen präsentiert sich nun ein Quartett, das auch der zeitgenössischen frei- improvisierten- Musik noch neue Facetten hinzufügen kann.

22. September 2018 Blaue Fabrik

Konzert MACH feat. H. Dorschner

Markus Markowski – elektrogitarre, schnick • Hannes Clauss – schlagwerk, percussion • Reinhart Hammerschmidt – kontrabass

Das Trio MACH spielt zeitgenössische Improvisierte Musik, die durch musikalische Vielfalt, Formbewußtsein und ein großes dynamisches Spektrum überzeugt. Die drei Musiker sind ebenso virtuose Spieler wie auch aufmerksame Zuhörer. Jedes Instrument ist gleichberechtigt, übernimmt mal die Führung oder fügt sich in den Bandklang geschmackvoll ein. Die Musik erzeugt intensive Bilder oder atmosphärische Klanggemälde und huldigt Hendrix ebenso wie Parker oder Stockhausen, beglückt den abenteuerlustigen Hörer und ärgert den Puristen – kurz: sie wird nicht langweilig oder vorhersehbar.

https://www.mach.click/

23. September 2018 Blaue Fabrik

Workshopkonzert
Am 23. September fand in der blauenFabrik unter der Leitung von Agnes Ponizil und Anne-Kathrin Wagler ein workshop statt, dessen Ergebnisse ab 17 Uhr am gleichen Ort vorgestellt wurden.

27. September 2018 Deutsches Hygienemuseum

„Atem der Nacht“

Die Komposition “Atem der Nacht” von Günter Heinz erlebte 1994 im Dresdner “Park der Sinne” mit der Tänzerin Hanne Wandtke eine glanzvolle Uraufführung, sie wurde eine seiner erfolgreichsten Stücke mit Aufführungen u.a. in Berlin, Moskau, Malta und Florida. Neu zu erleben ist “Atem der Nacht” als interaktive Performance am 27. September im Deutschen Hygiene-Museum in einer Neufassung mit der Tänzerin Iris Sputh und den Musik/Video-Künstlern Günter Heinz, Andre Bartetzki und Jo Siamon Salich innerhalb des Festivals FFIM und dank einer Kooperation mit der KlangNetz-Konzertreihe “Mensch und Mensch”.

„ Aber getreu der Nacht bleibt mein Herz, der schaffenden Liebe… Wird nie der Liebe geheimes Opfer ewig brennen? Zugemessen ward dem Lichte seine Zeit; aber zeitlos und raumlos  ist der Nacht Herrschaft.“…
(Novalis, Hymnen an die Nacht)

Atem der Nacht ist eine interaktive Performance mit Tanz,  live-Musik, electronic sounds und interactive visuals.
Atem der Nacht bezieht die Begebenheiten des umgebenden Raumes – dessen Bilder und Klänge – in die Komposition ein. Sie spiegelt die Intensität der Nacht, die Ruhe der Schlafenden wie das tiefe Erleben der Wachenden.

Iris Sputh und Günter Heinz bilden in ihrer Performance eine Einheit  aus Körper, Klang und Bewegung.
Das Geschehen ist langsam und leise, es gewinnt an Spannung in der Bewegung, bis zum intensiven Austausch in der Begegnung.
Die Musik erhält ein visuelles Komplement aus Tanz und Licht.

Jo Siamon Salich / VISUALS für Atem der Nacht:

Interaktive Bühne, Kamerainterface und Trackingsysteme, das sind die technischen Begriffe, mit denen wir so selbstverständlich agieren, die aber sicher in einen Zusammenhang gestellt werden sollten. In diesem System ist die Tänzerin diejenige, die ihre eigene Bühnenumgebung entstehen lässt. Eine Kamera zeichnet sie auf, die Dynamik ihrer Bewegungen und der Raumklang verändern über Visual-Effects die gesamte Bühnenprojektion. Das ist der komprimierte Hintergrund für die Aussage „Visuals“, die hinter meinem Namen steht. Diese Anwendung ist vergleichbar mit einer automatisch gesteuerten Autofahrt oder einer virtuellen Game-Umgebung.

Programm 2017

Donnerstag, 14.9.17 „Wittgenstein, dancing …“

Ort: Deutsches Hygiene Museum

Der in Amsterdam lebende Tänzer Frank van de Ven führt die Zuschauer zusammen mit den Musikern Günter Heinz und Andre Bartetzki sowie dem Videokünstler Jo Siamon Salich in lebendige Zwischenräume von Imagination und Wirklichkeit. Günter Heinz beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Wittgenstein und hat auch eine Oper „Wittgenstein“ geschrieben. Jo Siamon Salich und Günter Heinz arbeiten seit vielen Jahren immer wieder zusammen und sind beides „Urgesteine“ der Blauen Fabrik.
Das Projekt ist eine Kooperation von FFIM mit KlangNetz Dresden und dem Deutschen Hygiene-Museum in der Konzertreihe hin!HÖREN.

Samstag 16.9.17 Dorsch-Aerdnah-Roth-Angeloni

Improvisationskonzert
Ort: Blaue Fabrik

Die Musiker Heribert Dorsch (doepfer electronic), Aerdnah (Harfe),  Steffen Roth (Schlagzeug) und Bruno Angeloni (Saxofon) treten in Quadrolog zueinander.

17.9.17 Workshop-Konzert

Ort: Blaue Fabrik

Workshop-Konzert mit den Dozenten Agnes Ponizil,Anne-Kathrin Wagner, Tino Knappe und workshop-Teilnehmern.

28.10.17 Spezial-Konzert

Ort: Blaue Fabrik

Konzert mit dem New Yorker Percussionisten Lou Grassi und Günter Heinz.

Programm 2016

Programm Part 1 – September 

Do 15.09.2016 Hygiene-Museum 19:30 Uhr

Tócame…

Sprach-Klang-Licht Performance

in Kooperation mit KlangNetz e.V. Dresden

Vanessa Vidal (Spanien) – Sprecherin (dt)

Juan Carlos Valle „Karlotti” – Sprecher (sp)

Günter Heinz – Musik

Ruairi O’Brien (Irland) – light art

Eintritt: 15 € / 8 € (ermäßigt)

 

Fr 16.09.2016 Hygiene-Museum 19:30 Uhr

Sonderkonzert

Yasmine Azaiez ( Tunesien) – violine

Agustí Fernández (Spanien) – piano

Eintritt: 15 € / 8 € (ermäßigt)

 

Sa 17.09.2016 Blaue Fabrik (in der „Grünen Villa“) 20 Uhr

Dresdner Abend

Martin Schulze – posaune

Matthias Lorenz – violoncello

Alwin Weber – electronics

Thomas Schönfeld – posaune,fx

Max Wutzler – drums

Eintritt: 10 € / 6 € (ermäßigt)

Programm 2015

Fr 25.09.2015 19:30 Sonderkonzert im piano-Salon, Cosel-Palais
Marylin Crispell (USA) / Günter Heinz – tb, fl

Mi 14.10.2015 20:00 Projekttheater
DaDa – Labor, Leitung: Frank Niehusmann

Do 15.10.2015 20:00 Blaue Fabrik „2x Cello & Grix“
Matthias Lorenz (vc), Alexander Fülle (stahl-vc)/
GRIX (GR): Fl.Floridis (reeds), A.Anissegos (p), Y.Dimitriadis (dr)
http://www.florosfloridis.com/grix-media.html
Matthias Lorenz
Fr 16.10.2015 20:00  Blaue Fabrik „2x Git & 2x Tasten“
André Obermüller (e-git), Konni Behrendt (e-git) /
Tino Knappe (p), Ruslan Kratschkowsli (acc)

André Obermüller initiiert seit seinen ersten Banderfahrungen immer wieder neue Projekte. Dabei
bewegt er sich zwischen den Genres Heavy Metal, Pop, Jazz, Klassik, Lateinamerikanische, Freie
Improvisation, Elektronische Musik, Musik für versch. Theaterhäuser, Tanz und Video. Seit 2010
fokussiert er sich auf neue Formen musikalischer Aufführungspraxis und erforscht den Zusammenhang
von Klang, Raumwirkung und sozialer Interaktion. Für den geh8 Kunstraum und Ateliers e.V. in Dresden Pieschen ist er seit 2009 Spiritus Rector des Konzertprogramms für zeitgenössische und experimentelle Musik.
Konni Behrendt, Jahrgang 1987, studierte an der Hochschule für Musik „Carl Maria von
Weber“ in Dresden. Er spielt in verschiedensten Formationen, denen er vor allem durch
seine stilistische und klangliche Vielfalt eine eigene Note verleiht.
Ob Jazz, Rock, Pop oder frei improvisierte Musik, aus allen Genres schöpft der in Leipzig
wohnende Gitarrist die Zutaten seiner sublimen Klangwelt und spielte bereits während des
Studiums Konzerte in Deutschland, Norwegen, der Schweiz, Tschechien sowie den
Niederlanden. Auch als Komponist gibt es für ihn keine Grenzen und Gesetze, 2010 wurde
eines seiner Werke mit dem 1. Preis des Kompositionswettbewerbs der Hochschule für
Musik Dresden ausgezeichnet.

Sa 17.10.2015 20:00 Projekttheater Filmkonzert: Der Golem
Peter Krug (db), Ray Kaczinski (perc)

So 18.10.2015 11-13 Uhr  Blaue Fabrik Workshop
Leitung: Günter Heinz

Programm 2014

Frei, 3. Okt 21:00 „Konzert am Kamin“ mit Schmidt (p), Lorenz (c), Ritter (dr), Dorschner (sax)

Sa 4. Okt 21 Uhr „Atelierkonzert“ mit Liz Allbee (Trompete), Elena Margarita Kakaliagou (Horn), H. Jeffrey (Posaune) und Martin Schulze (Posaune)

Frei 23. Okt 19:30 Coselpalais Sonderkonzert „Against the Walls“ mit Günter Heinz (Posaune, Flöte) und Klaus Treuheit (Klavier)

Programm 2013

Programm 2013

Fr 22.11.2013 20:00 Uhr FFIM: „Requiem“
Ein Sonderkonzert des „Festivals frei improvisierter Musik“ im Coselpalais an  der Frauenkirche 12

Stefano Maderno: Santa Cecilia muerta (in Trastevere) Foto: Antonio Palomares y Montes Günter Heinz ( Dresden ) – Posaune, Flöte, Veryan Weston ( London ) – Klavier

Während in der Zeit der Wiener Klassik das Requiem noch die Funktion einer musikalischen Begleitung des Gottesdienstes hatte ( z.B. bei Mozart und Cherubini ), waren spätere Requiem-Vertonungen häufig für den Konzertsaal konzipiert ( z.B. bei Berlioz ). In seinem Deutschen Requiem erweiterte Johannes Brahms den Begriff der Requiem-Komposition, indem er nicht die Texte der katholischen Liturgie verwendete, sondern frei gewählte Texte aus der Lutherbibel. In der zeitgenössischen Musik finden sich zahlreiche Kompositionen, in denen der Gedanken des Requiems aufgriffen wird um bestimmte geschichtliche oder auch biografische Geschehnisse zu reflektieren, so z.B. von Benjamin Britten, Rudolf Mauersberger, Boris Blacher, Krzystof Penderecki und Bernd Alois Zimmermann.

Günter Heinz und Veryan Weston, beide als Komponisten und Interpreten (häufig ihrer eigenen Musik ) tätig und mit den Erfahrungen des ambitionierten Jazz ausgerüstet, nähern sich in ihrem Requiem-Projekt dem ursprünglichen Requiem-Gedanken, indem sie Elemente der gregorianischen Missa pro defunctis aufnehmen und mittels der Methode des „instant composing“ in ihre Klangsprache einbinden. Wie Hans Werner Henze in seinem Requiem verwenden sie keinen gesungenen Text, sie vertrauen darauf, dass ihre Klänge die Gedanken und das Fühlen der Zuhörer auf vielfältige Weise bewegen.

Das Konzert im Coselpalais findet am Cecilientag des Jahres 2013 statt. Dieser Tag ist benannt nach der heiligen Cecilia, einer frühchristlichen Märtyrin, die als Patronin der Kirchenmusik und insbesondere des Orgelspiels gilt. Anlässlich diesen Tages fanden im 17. und 18. Jahrhundert häufig Musikfeste statt, für die bedeutende Kompositionen entstanden, so u.a. von G.F.Händel und H.Purcell. Günter Heinz und Veryan Weston konzertieren seit 2007 gemeinsam ( häufig in Kirchen und mit Orgel ), ein Höhepunkt war sicherlich die Uraufführung ihrer Konzert-Installation „Tessellations“ beim Bachfest im Freiberger Dom, gemeinsam mit dem Domorganisten Christian Skobowsky.

FESTIVAL FREI IMPROVISIERTER MUSIK – im Exil

Iris Sputh | Günter Heinz | Jo Siamon Salich
Das Festival Frei Improvisierter Musik fand seit 1996 jährlich in der Blauen Fabrik statt. Für dieses Jahr musste Festivalleiter Günter Heinz – nach der (hoffentlich vorübergehenden) Schließung der Blauen Fabrik – einen geeigneten Exilort suchen. Die außerordentlich inspirierende Zusammenarbeit mit dem Team des projekttheater dresden lässt ihn auch gleich neue Wege gehen:

neben Konzerten – wie am 17.10. – stehen ein Filmkonzert (18.10.) und die multimediale Performance (19.10.) mit der Berliner Tänzerin Iris Sputh (ehemals eine der letzten direkten Schülerinnen von Palucca) im Festivalprogramm.

ATEM DER NACHT
bezieht die Begebenheiten des umgebenden Raumes – dessen Bilder und Klänge – in die Komposition ein. Sie spiegelt die Intensität der Nacht, die Ruhe der Schlafenden wie das tiefe Erleben der Wachenden.

Iris Sputh und Günter Heinz bilden in ihrer Performance eine Einheit aus Körper, Klang und Bewegung. Das Geschehen ist langsam und leise, es gewinnt an Spannung in der Bewegung, bis zum intensiven Austausch in der Begegnung. Die Musik erhält ein visuelles Komplement aus Tanz und Licht.

Iris Sputh – Tanz | Günter Heinz – Musik | Jo Siamon Salich – Video
Die Nacht

Wahrscheinlich schon immer ist die Nacht Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzung gewesen, als Gegenpol zum Tag, als Zeitraum des Schlafs, der Ruhe, der Erholung, aber auch der Gespenster, der Unholde, der Finsternis und der Unsicherheit. Wurde die Nacht in der Antike von eher unsympathischen, menschenfeindlichen Göttern und Dämonen bevölkert, so war sie aber auch gleichzeitig die Zeit der Zurückgezogenheit, der Intimität und der erotischen Abenteuer. Ein literarischer Höhepunkt der europäischen Literatur in dieser Beziehung sind sicherlich die mittelalterlichen Morgenlieder, die das Ende der Nacht als tragischen Moment der Trennung der Trennung der heimlich sich Liebenden besingen.

Die Aufklärer bevorzugten eindeutig den Tag als den eigentlichen Lebenszeitraum des Menschen. Ihre Metaphern sind unmissverständlich: Das Licht ist das Symbol der Erkenntnis, es erhellt das Dunkle, Verworrene unseres Daseins… Die deutsche Romantik hingegen sieht die Nacht als einen Gegenpol, als einen Zufluchtsort der Seele, als Raum einer tieferen, reicheren Erkenntnis. So schreibt Novalis in seinen ebenso rätselhaften wie wortgewaltigen Hymnen an die Nacht:

„Muß immer der Morgen wiederkommen ? Endet nie des Irdischen Gewalt? unselige Geschäftigkeit verzehrt den himmlischen Anflug der Nacht. Wird nie der Liebe geheimes Opfer ewig brennen ? Zugemessen ward dem Lichte seine Zeit; aber zeitlos und raumlos ist der Nacht Herrschaft.“…. “ Aber getreu der Nacht bleibt mein Herz, und der schaffenden Liebe, ihrer Tochter.“

Dr. Albert Kaul Marburg 2012
18.10.2013

FILM-KONZERT NOSFERATU Der Film von Werner Herzog, in den Hauptrollen Isabelle Adjani, Bruno Ganz und Klaus Kinski. Werner Herzogs Hommage an F.W. Murnau, gezeigt als Stummfilm mit beeindruckender Live-Musik und Live-Sprecher. Die Starbesetzung des Films ist geblieben. Es sei denn, sie haben sich heimlich vom Zelloloid gestohlen. Wir empfehlen einen Besuch des Film-Konzerts. Er wird unvergessen bleiben und lange nachwirken ! Peter Krug – Sprecher, Kontrabass, Elektronik | Ray Kaczynski – Schlagzeug, Elektronik